Das Swissbau Innovation Lab zeigt die Chancen der digitalen Transformation. Foto: MCH Messe Schweiz (Basel) AG

Die digitale Transformation ist auch in der Baubranche angekommen und nicht mehr aufzuhalten. Welche Chancen dahinter stecken zeigt das Innnovation Lab, das dieses Jahr Prämieren an der Swissbau 2018 feiert. Wir waren vor Ort und haben uns einen Eindruck verschafft.

Roboter mit Greifarmen bewegen kleine Bauelemente, 3D-Drucker fertigen Miniaturduplikate und die Besucher tauchen mit VR-Brillen in virtuelle Welten ein. Willkommen im Swissbau Innovation Lab. Während der fünf Tage an der Swissbau 2018 dreht sich in Halle 1.1 Süd alles um die digitale Transformation in der Baubranche. 50 Partner von etablierten Unternehmen über Start-ups bis zu Forschungseinrichtungen stellen ihre Projekte und Lösungen vor.

Ein wichtiges Thema ist Building Information Modeling (BIM) und wie die Methode die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren aus Planung und Bau erleichtert. Die Organisation Bauen digital Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, die Schweizer Baubranche auf dem Weg der digitalen Transformation zu unterstützen. Thomas Glättli, Co-Geschäftsleiter von Bauen digital Schweiz, sagt dazu: «BIM wird seit etwa drei Jahren vermehrt in der Schweiz genutzt. Aber wir sind noch immer in der Lernkurve.» So gibt es noch immer einige Herausforderungen zu meistern – das Innovation Lab zeigt jedoch, was mit den digitalen Daten schon alles möglich ist.

Wie die Zusammenarbeit mit BIM gut funktioniert, zeigt das Beispiel vom virtuellen Gartenhochhaus Aglaya. Hier war das Büro Kaulquappe für die BIM-Implementierung und digitalen Planung verantwortlich. Soweit zur Theorie. Wesentlich spannender in Sachen BIM und digitales Bauwesen: die interaktiven Stationen. Auf riesigen Touchscreens können sich die Besucher durch einen virtuellen Raum bewegen. Und mit VR-Brillen ausgestattet sogar in ein virtuelles 3D-Modell eintauchen. Möglich macht das die Agentur DesignRaum, die digitalisierte BIM-Daten in eine 3D-Visualisierungprogramm importiert. Hier wird erlebbar gemacht, was hinter BIM und der Digitalisierung noch alles für Möglichkeiten für das Bauwesen stecken.

Aber die Digitalisierung hört längst nicht beim Planen und Bauen auf. Auch bei der Nutzung und Verwaltung eines Gebäudes können und sollten digitale Tools eingesetzt werden, wie beispielsweise in der Vermietung von Wohnungen und Liegenschaften. «Heute weiss ein Vermieter sehr wenig über seine Assets Bescheid. Meistens kennt er nur die Rendite», erklärt Gregor Kälin, Head of Business Development Switzerland bei Allthings. Die App Allthings macht die Bewirtschaftung der Liegenschaften effizienter und optimiert die Kommunikation zwischen Mietenden, Eigentümern und der Verwaltung.

Freya Mohr ist Redaktorin bei bauRUNDSCHAU

www.swissbau.ch