Optimierte Prozesse, mehr Planungssicherheit, bessere Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten. Mit Blick auf den BIM-Kongress stellen sich Besucher, Aussteller sowie Experten erneut den Chancen, aber auch Herausforderungen der Digitalisierung in der Schweizer Bau- und Immobilienbranche. Ein zentraler Mehrwert, dem wir uns verstärkt zuwenden sollten, liegt im Ergebnis selbst, sprich einer höheren Qualität der Bauprojekte durch BIM. Das ist Theorie. In der Praxis gibt es noch einige Herausforderungen.

Aktuell bleiben noch immer zu viele Lösungen und Systemvarianten der Baustoffindustrie ungenutzt. Aus diesem Grund wird oftmals nicht die Bauqualität erreicht, die eigentlich möglich wäre. Damit BIM eine effiziente Brücke zwischen Industrie und Planungsbüro schlagen kann, müssen Baustoffhersteller allerdings noch Hausaufgaben auf dem Weg zur BIM-Readiness machen.

Komplexität der Systemvarianten
Ob Wandaufbau, Fundament oder Dachkonstruktion: Grund  ist die hohe Komplexität, die mit den verschiedenen Variationsmöglichkeiten einhergeht. Baustoffhersteller tun sich schwer, die Breite und die Vielschichtigkeit des Angebots zu kommunizieren. Zudem fehlt es aufseiten der Architekten und Planer an zusätzlichem Fach-Knowhow wie beispielsweise Bauphysik, um die ganze Palette an Kombinationsmöglichkeiten selbst konfigurieren zu können. Durchdachtes BIM ermöglicht Planern, entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Gebäudes die optimale Lösung und Systemvariante schnell und aufwandsoptimiert zu finden. Damit wirkt sich die digitale Planungsmethode künftig mehr denn je auf die Bauqualität aus.

Nachholbedarf in Sachen Produktdatenmanagement
Damit Planer und Architekten auf die Produkte, Lösungen und Systemvarianten der Baustoffindustrie zugreifen können, müssen Baustoffhersteller die Produktdaten ihres gesamten Produktportfolios so übersetzen und aufbereiten, dass sie in den weltweit führenden CAD-Programmen der Planungsbüros effizient genutzt werden können. Das Problem: Diese Übersetzungsleistung setzt sauber gepflegte Produktdatenmanagementsysteme voraus, die nach Beobachtung aus unserem Hause auch im Jahr 2018 nur sehr selten vorliegen. Baustoffproduzenten haben nur sehr widerwillig erste Schritte in Richtung Digitalisierung gemacht. Es mangelt weiterhin an einer grundlegenden Datenstruktur in Unternehmen und teilweise wird noch viel mit Excel gearbeitet. Meist agieren nur die grossen Player im Markt mit führenden Produktdatensystemen wie SAP-Anwendungen, ERP-Lösungen oder dem für BIM wertvollen Produktinformationsmanagement PIM. Die Industrie muss BIM als Chance begreifen, um die Versäumnisse der vergangenen Jahre im Bereich der Datenstrukturierung zügig aufzuarbeiten.

Über die Werkbank
Das BIM-Beratungsunternehmen Die Werkbank wurde 1998 von Matthias Uhl gegründet. Mit der Webanwendung «BIM & More» stellt das Unternehmen der Baustoffindustrie eine komplette Toolchain zur Verfügung, die effizient das gesamte Produktportfolio in herstellerspezifischen BIM-Content übersetzt und über individuelle Plugins sowie über alle relevante BIM-Portale veröffentlicht, sodass sie für Planer und Architekten in den weltweit führenden CAD-Programmen bereitstehen.

BIM ist eine Chance, wenn  die Datenstruktur sich professionalisiert.

www.diewerkbank.eu